Aus- und Fortbildung in CranioSacraler Therapie


Santosh Claudia Weber

Die Faszie(n) als Organ des (Körper)Inneren

Ein ganzheitlicher Ansatz des Faszialen Systems auf Grundlage einer phänomenologischen Morphologie mit Jaap van der Wal MD Phd, Niederlande.

 Eine Einführung in die langjährigen Forschungen von Jaap van der Wal.

Termine

03. Oktober 2018 - (1 Tag) Die Faszie(n) als Organ des (Körper)Inneren 9.30-18.00 Uhr, 145,-€ - AUSGEBUCHT!

29. März 2019 - (1 Tag) Die Faszie(n) als Organ des (Körper)Inneren 9.30-18.00 Uhr, 145,-€

 

Kursort: Am Potekamp 47, 40885 Ratingen-Lintorf (bei Düsseldorf)

   

Zielgruppe und Voraussetzungen: Empfohlen für alle Menschen, die die materielle Verbindung der Seele im Körper suchen, besonders für Craniosacral-Therapeuten/innen, Polarity- Therapeuten/innen, Hebammen, Yoga-Therapeuten/innen, Shiatsu und Vertreter/innen anderer psychosomatisch oder spirituell orientierter Therapien. Auch zugänglich für Ärzte und interessierte Laien. Spezifische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Inhalt: In diesem Kurs wenden wir uns den Faszien zu, die nach der üblichen Terminologie als räumliche Trenn-Vorrichtungen zwischen Körperstrukturen beschrieben werden. Die Faszien gehören jedoch (neben dem Blut) zu den Hauptmanifestationen der Qualität des ‘Meso’ – eines der drei elementaren Keimblätter des menschlichen Organismus. Wir wollen verstehen lernen, dass im Grunde nicht die Eingeweide das ‘Innere’ unserer Körperorganisation darstellen, sondern das ‘Meso’, und zwar primär über die ‘Faszien’ und das Blut. Ein derartiger (phänomenologischer) Ansatz verlangt von uns, den Aufbau des Bindegewebes im Körper als Ganzes zu verstehen. Die analytische Herangehensweise des anatomischen Denkens bringt uns hier nicht weiter. Und dann haben wir da ja noch das Zitat von Andrew Taylor Still, worin Faszien als die Domäne beschrieben werden, “wo die Seele wohnt”. Wir wenden uns in diesem Kurs folglich auch diesem Aspekt der Faszien zu und fragen: „Was haben die Seele und die Faszien mit Anatomie und Topografie zu tun (und was nicht)“ und „Wie darf eine Dynamische Morphologie und Embryologie uns helfen die Faszie besser zu verstehen als System und als „Organ des Inneres“?

Details zum Lehrer Jaap van der Wal: MD PhD. Bis 2012 Privatdozent Anatomie / Embryologie an der Universität Maastricht, NL. Autorität hinsichtlich der funktionellen Organisation und Architektur des Bindegewebes und der Faszie mit auf dem Hintergrund der philosophischen Frage: Was bewegt uns? Van der Wals wichtigste Inspiration bleibt jedoch der menschliche Embryo. „Die Bereiche Bewegungswissenschaft und Embryologie sind verknüpft mit den Begriffen von Bewegung und Form. Das führte mich zur so genannten Dynamischen Morphologie. Durch diese Annäherung habe ich eine Verbindung gefunden zwischen Wissenschaft und Spiritualität.” Er doziert in den USA und in Europa an Instituten für Osteopathie, Craniosacral-Therapie, Polarity-Therapie, usw.

Literatur und Material

Auf der Website von Jaap van der Wal www.embryo.nl findet man viele interessante Artikel aus seiner Feder, die man auch auf Deutsch herunterladen könnt. Die Teilnehmer/innen bekommen über ein Link zum Dropbox ein Paketchen von Dokumenten, Artikeln, und PowerPoint Präsentationen über das Thema. Diese Dokumenten können auch während des Kurses heruntergeladen werden über ein USB Stick. Ung. 500 MB.

Zusammenfassung

Nach der üblichen anatomischen Terminologie werden die Faszien als räumliche Trennvorrichtungen zwischen Körperstrukturen beschrieben. Die Faszien gehören jedoch (neben dem Blut) zu den Hauptmanifestationen der Qualität des ‘Meso’ – eines der drei elementaren Keimblätter des menschlichen Organismus. Eigentlich ist der gängige Begriff ‘Mesoderm’ nicht korrekt, da er nicht der funktionellen Architektur des ‘Meso’ als ‘Binnengewebe’ gerecht wird und es nicht als etwas anerkennt, das eine andere Qualität aufweist als das Ektoderm und das Entoderm, die als den Körper begrenzende Dimensionen (Körperwände) fungieren. Im Grunde stellen nicht die Eingeweide das ‘Innere’ unserer Körperorganisation dar, sondern das ‘Meso’, und zwar primär über 2 die ‘Faszien’ und das Blut. Ein derartiger (phänomenologischer) Ansatz verlangt von uns, den Aufbau des Bindegewebes im Körper als Ganzes zu verstehen, die analytische Herangehensweise des anatomischen Denkens bringt hier nicht weiter. Und dann haben wir da ja noch das Zitat von AT Still, worin Faszien als die Domäne beschrieben werden, “wo die Seele wohnt”.

Phänomenologisch betrachtet lassen sich im Körper überall in verschiedener Hinsicht zwei Tendenzen im Bindegewebe unterscheiden, was deren Funktion angeht. Körperhöhlen und Gelenke zum Beispiel stehen für die der Meso-Ebene eigene ‘trennende’ und ‘raumformende’ Qualität, die Beweglichkeit ermöglicht. Die ‘verbindende’ Qualität manifestiert sich in den anatomischen und mechanischen Verbindungen zwischen Organen und Körperteilen. Im sog. Haltungs- und Bewegungsapparat (Muskeln und Skelett) lassen sich diese beiden Seiten des Bindegewebes deutlich ausmachen. Daher ist eine architektonische Beschreibung der Meso-Ebene bzw. des Bindegewebes gefragt, da rein anatomisches Denken die Kontinuität des Bindegewebes als Matrix des Körpers vernachlässigt.

Eine solche Herangehensweise führt zudem zu einer alternativen architektonischen Betrachtungsweise des bei der Kraftübertragung über synoviale Gelenke beteiligten Trägermaterials, sowie zu einer differenzierteren Betrachtung sonstiger Funktionseinheiten im Stütz- und Bewegungsapparat, die über die herkömmliche Trias von Muskeln, Bändern und Knochen hinausgeht (van der Wal, 2009). So ist etwa eine architektonische Beschreibung des Muskel- und Bindegewebes als im Verhältnis zueinander seriell organisiert (was die Kraftübertragung anbelangt) angemessener als die klassische Vorstellung, derzufolge ‘passive’ kräfteleitende Strukturen wie die Bänder parallel zu aktiv kraftübertragenden Strukturen wie den Muskeln samt Sehnen organisiert seien. ‘Dynamenten’ (wahrnehmbare seriell zueinander angeordnete Bindegewebs- und Muskelkomplexe) sind innerhalb des gesamten Bewegungsumfangs zur Bewegung und zur Steuerung von Kraft fähig. Eine solche Vorstellung verträgt sich auch eher mit dem Auftreten von Feldern und Kräften während der embryonalen Entwicklung des Körpers (wie von Blechschmidt beschrieben) sowie den modernen Modellen der Biotensegrity als Organisationsprinzip des Stütz- und Bewegungsapparats. In dem letztgenannten Modell ist der Punkt nicht Bewegung, sondern die Körperlage im Raum, hergestellt durch die architektonische Interaktion zwischen steifen raumschaffenden Elementen (z. Bsp. Skelettelemente) und beweglichen verbindenden Elementen (wie Muskeln, Bändern und ‘Dynamenten’). Dies deckt sich auch mit modernen neurophysiologischen Auffassungen, denen zufolge es feststeht, dass die Großhirnrinde nicht die muskuläre Anatomie abbildet, sondern das Funktionieren des Bewegungsapparats (“das Gehirn weiß nichts über die Muskeln”). Die Muskeln sind nicht DIE Kontraktionsorgane – das Muskelgewebe repräsentiert auf eine dynamischere Weise als das Bindegewebe die ‘Meso’-Qualität, da es durch Kontraktion und Loslassen Verbindungen herstellen und dynamisch Raum bilden kann. Auf diese Weise steuern Muskeln (oder ‘Dynamenten’) die räumliche Positionierung der (Skelett)-Elemente, zwischen denen sie angeordnet sind (Keine „Bewegung“ aber „Gestaltung“).

In dieser Hinsicht erscheint auch die gängige Unterscheidung zwischen den so genannten Gelenkrezeptoren und Muskelrezeptoren eher künstlich. Mechanorezeptoren (und auch die Muskelspindeln) sind im Kontext der Umstände angeordnet, unter denen die Kraftübertragung erfolgt, d.h. je nach Architektur des Muskel- und Bindegewebes anstatt entsprechend der ‘klassischen anatomischen Einheiten’ wie Muskeln, Gelenkkapseln und Bändern. Die propriozeptive Wahrnehmung unserer selbst als Körper mit einem ‘Inneren’ (‘Körpergefühl’) ist nicht einfach gleichbedeutend mit der mechanischen Propriozeption, die im Bewegungsapparat wirksam ist. Letztere stellt den Spürmechanismus dar, der grundlegend für die Kraftsteuerung und -handhabung ist und Grundlage von Statästhesie und Kinästhesie ist (Gefühl für die Lage im Raum und Bewegung). Die psychologische Propriozeption (das ‘Körpergefühl’) fällt in eine andere Kategorie. Sie kann mit der ‘Meso’-Dimension unseres Körpers zusammenhängen und ist deshalb nicht topographisch lokalisiert – sie spielt sich im Meso ab (oder “sitzt” dort). Was spricht dagegen, unsere Vorstellung von den Faszien dahingehend zu erweitern, diese als ‘Mittler’ der ‘Meso-Ebene’ zu sehen?

 

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Anmeldebedingungen

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Anmeldung

Die Faszie(n) als Organ des (Körper)Inneren
(1 Tag / 145,-€)  29.03.2019 (9.30 - 18.00 Uhr) in Ratingen Lintorf
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Santosh Claudia Weber
Heilpraktikerin
Horremerstr. 60
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Tel: 02133 - 977 907
eMail: cranio@santosh.de

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